Konzert: Staring Girl + Support: Felicia Försvann

Konzert: Staring Girl + Support: Felicia Försvann
Freitag | 13. April 2018 | 20:00 Uhr


Staring Girl sind wieder da!

Nach vier Jahren Pause erscheint im April 2018 ihr neues Album „In einem Bild“ bei Kombüse Schallerzeugnisse, dem Label der Hamburger Küchensessions.

Die Hamburger Band, deren Debutalbum 2012 bei K&F Records veröffentlicht wurde und die zudem diverse Sampler-Beitrage beim umtriebigen Netz-Label Omaha Records ihr Eigen nennen darf, hat die Zeit genutzt, um einerseits ausgiebig zu touren, u.a. als Support von Gisbert zu Knyphausen und Erdmöbel.

Andererseits wurde intensiv an neuen Songs gefeilt, seit 2015 in teilweise neuer Besetzung mit drei ursprünglichen Mitgliedern der Gisbert-zu-Knyphausen-Band. Das neue Album, das sich irgendwo zwischen Americana, Singer-Songwriter und Indiepop verorten lasst, wurde im Sommer 2016 im Watt’n-Sound-Studio an der nordfriesischen Nordseeküste live und analog auf Tonband aufgenommen.

„In einem Bild“ ist ein musikalisches Roadmovie. Manchmal in strengem Schwarzweiß, anderswo in psychedelischen Farben. Gitarrenfahnen wehen am Auto vorbei. Warme Klänge flirren über den Asphalt, türmen sich zur Fata Morgana, die dann im Ruckspiegel in wunderschönem Krach wieder zerfällt. Im Scheinwerferkegel wirbelt ein Schlagzeug Staub auf, am Horizont hebt sich ein leuchtender Refrain. Der Motor summt und jault. Auf dem Rücksitz: Songwriter Steffen Nibbe, der das Beobachtete in eigenwillige Prosa fasst und in nüchterner Touristen-Melancholie besingt. Große Gedanken in alltäglicher Kulisse.

So erhält das scheinbar Private plötzlich Allgemeingültigkeit:

„Später haben die Autos alle Scheinwerfer an und die Wolken haben Ränder / Gibt es ein Glück ohne Ränder, wenn man sich von Linien löst?“ (Bilder an der Wand).

„Die Zahnbürste, die wir teilten in dieser kurzen Zeit / Steht allein im Zahnputzbecher und spricht von Zweisamkeit“ (Viertel vor Nichts).

Auf „In einem Bild“ gräbt sich Nibbe lyrisch durch das Chaos und am Ende „wird das Krumme Kreis und Schwarz zu Weiß“ (Schwarz zu Weiß), während um ihn herum die Musik in sonnigen Farben explodiert. Im 32-seitigen-Booklet begleiten Fotografien des Kieler Fotografen Victor Kataev die abgedruckten Texte. Kataev, von dem auch das Foto auf dem Cover stammt, begleitet die Band schon seit einigen Jahren und schenkt den lyrischen Beobachtungen Nibbes auf sensible Art eine weitere Perspektive

Support: Jenny Apelmo von der Band Felicia Försvann. Neben ihren Songs für ihre Band ist Jenny Apelmo auch bekannt als Bassistin von Torpus & The Art Directors, Grand Hotel van Cleef, und klingt wie eine Mischung aus schwedischen Indie-Pop und Folk. Abgedroschen? Keineswegs! Die Stimme der einfühlsamen Sängerin führt in eigensinnige Sphären, macht halt da, wo es weh tut und nimmt den Zuhörer mit auf eine Fahrt ins Ungewisse.

Wo man sich durch rhythmische Wellen in Sicherheit zu schaukeln glaubt, wird man plötzlich mit dem problematischen Alltag und politischen Zustand Europas konfrontiert, den Apelmo so treffend besingt.

„Es sind zumeist wunderschöne, wehmütige und sehnsüchtige Indie-Folk-Stücke, die vom sanften Gesang Apelmos und ihrem Gitarrenpicking getragen werden.“ – Sounds and Books

Weitere Infos:
http://www.staring-girl.de/
https://staringgirl.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/feliciaforsvannmusic/

Eintritt: 8,- / 6,- (erm.)